Zeichentrickserie

Nach dem Tod von Oliver Hardy (1957) und Stan Laurel (1965) setzte in der Film- und Kunstszene eine Zeit der Ehrerbietungen ein. Larry Harmon kaufte Mitte der 60er Jahre von den Witwen des Komiker-Duos die Merchandising-Rechte ein und produzierte  in den Hanna-Barbara-Studios von Los Angeles die Zeichentrickserie "A Laurel and Hardy Cartoon". Larry Harmon selbst synchronisierte die Stimme von Stan Laurel, während Oliver Hardy von US-Schauspieler Jim MacGeorge vertont wurde. Es entstanden 156 Episoden mit einer Länge von je ca. fünf Minuten. Die beiden Comic-Figuren versuchen, die Rollen und Verhaltensmuster aus den Filmen ihrer realen Vorbilder abzubilden.

In Deutschland kam die Zeichentrickserie Mitte der 70er Jahre an. Stan Laurel wurde von seiner bekannten deutschen Synchronstimme des Walter Bluhm gesprochen, während Oliver Hardys Stimme wechselt. Nur in einigen Folgen ist seine gewohnte deutsche Stimme von Gerd Duwner zu hören.

Gegen Ende der 60er Jahre erschien in den USA auch eine Comic-Serie, die sich an die Zeichentrickserie anlehnte. Es entstanden 135 normale Ausgaben und zusätzlich 11 Ausgaben mit Extralänge.

Ob die Zeichentrickserie eine gute oder schlechte Hommage an die beiden großen Komiker darstellt, darüber werden die Meinungen auseinandergehen. Aber in jedem Fall sind die Zeichnungen liebevoll an ihre realen Vorbilder angelehnt. Und die Serie stellt auch heute noch ein Mosaiksteinchen in der Erinnerungskultur dar. Eine Gesamtausgabe mit allen 156 Folgen und einem sorgälftig aufbereiteten, sehr informativen Booklet ist heute auf DVD verfügbar.