Mediale Präsenz

Wenn Künstler auch nach ihrer Zeit auf Erden in verschiedenen Medien präsent bleiben, ist das mehr als bemerkenswert. Stan Laurel und Oliver Hardy können inzwischen mehr als ein halbes Jahrhundert dem medialen Vergessen entkommen. Den Anfang bildetete wohl das achte Studioalbum der Beatles aus dem Jahre 1967, also zwei Jahre nach Stans Tod. "Sgt Pepper's Lonely Hearts Club Band" ging mit einem sehr innovativen Cover an den Start, das heute mitunter als Beginn des Starkults gilt. Zumindest ist es heute ein Monument der Popkultur. Und wer ist zusammen mit weiteren 85 Berühmtheiten bspw. neben Edgar Allan Poe, Marylin Monroe, Karl Marx und Albert Einstein zu sehen: Stan Laurel und etwas weiter rechts Oliver Hardy. Dabei sollte es nicht bleiben. In den darauf folgenden fünf Jahrzehnten überlebt die Erinnerung an die beiden großen Komiker zahlreiche Mediengenerationen. Der deutsche Komiker Bastian Pastewka wurde im TV schon beim Remake der großartigen Besennummer des Duos gesichtet und in "Das Leben des Brian" stechen sich die Mitglieder der "Volksfront von Judäa" und die Mitstreiter der "Kampagnen für ein freies Galiläa" beim Kampf um die Ideenurheberschaft des Einbruchs in Pilatus' Palast in laurel-und-hardyscher Manier gegenseitig ins Auge. Auch der Blick in die Kamera à la Oliver Hardy gehört schon lange zum Standard unzähliger Akteure der Comedy-Szene. Und inzwischen werden die beiden Herren sogar im Lego-Spiel der Neuzeit - Minecraft - portraitiert. Auch die sozialen Medien tragen mitunter zur Erinnerung bei. Es bleibt zu hoffen, dass die mediale Präsenz auch in Zukunft zu einer Auseinandersetzung mit dem filmischen Werk des Duos beiträgt und somit das "Erbe" weiterhin von Generation zu Generation weitergegeben wird.